Erdwärme - Erneuerbare Energien

Erdwärme, oder auch Geothermie genannt, zählt zu den erneuerbaren Energien, welche noch in den Anfängen ihrer Nutzung stecken. Diese unter der Erdkruste gespeicherte Wärme wurde bereits in der Antike für Thermalbäder genutzt. In Deutschland werden vor allem Wärmepumpen eingesetzt, um Erdwärme zur Erzeugung von Strom, zum Heizen oder Kühlen zu nutzen.

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Erdwärme nutzen

In Europa ist Island führend in der Nutzung von geothermaler Energie zum Heizen und zur Erzeugung von Strom. Durch die heißen Quellen, genannt Geysire, werden fast 30% des elektrischen Stroms erzeugt.

Auch Deutschland hat bereits in Forschungen für diese erneuerbarer Energie investiert. Leider fehlt es häufig noch an ausreichenden finanziellen Mitteln. Erdwärme gehört zu den erneuerbaren Energien mit den wenigsten Beschäftigten, gleich nach Wasserkraft. Private Haushalte haben aber die Möglichkeit mit geothermaler Energie zu heizen: Mit einer Wärmepumpe.

  

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe funktioniert eigentlich wie ein Kühlschrank, nur in umgekehrter Form. So wird flüssiges Kältemittel als Wärmeüberträger genutzt, indem es durch die Wärmequelle erhitzt und verdampft wird. Ein Verdichter verringert das Volumen des gasförmigen Kältemittels durch Druck und die Temperatur des Kältemittels steigt stark an. Das heiße Kältemittel strömt weiter zu einem Wärmetauscher, der dann die Wärme an das Heizsystem im Haus überträgt. Das Kältemittel kühlt wieder ab und der Kreislauf beginnt von vorn.

Strom für die Wärmepumpe

Doch eine Wärmepumpe braucht Strom, damit diese angetrieben werden kann. Die Effizienz einer Wärmepumpe hängt ab von der Jahresarbeitszahl (JAZ). Ab einer JAZ von 4 ergibt sich eine positive Bilanz einer Wärmepumpe. So kann eine positive Bilanz gezogen werden, wenn etwa 4 kWh Nutzwärme aus 1 kWh Strom gewonnen werden können. In der Praxis wird dies allerdings oft nicht erreicht. Deshalb sollte vor der Installation einer Wärmepumpe unbedingt auch der Strompreis unter die Lupe genommen werden neben den eigentlichen Investitionskosten. Manche Stromanbieter bieten aber bereits spezielle Tarife für Wärmepumpen an.

Kombination mit einer Photovoltaikanlage

Da die Vergütungssätze für eingespeisten Strom aus erneuerbaren Energien deutlich gesunken sind in den letzten Jahren, lohnt es sich immer mehr Strom selbst zu verbrauchen statt diesen einzuspeisen. Darum bietet sich eine Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage an. Mittlerweile werden von verschiedenen Herstellern auch schon Modelle und Systeme angeboten, die den erzeugten Strom sinnvoll einsetzen und speichern können.

  

Erdwärme in Zahlen

Tiefe Geothermie (Bohrtiefe > 400m)
Anlagen in Betrieb (Heizwerke und Heizkraftwerke)

20

Anlagen mit Stromerzeugung (Heizkraftwerke) 5
Anlagen in Bau oder Planung ca. 59
Oberflächennahe Geothermie (Bohrtiefe < 400m)
Anzahl der Anlagen (z.B. Erdwärmesonden
oder -kollektoren in Verbindung mit Wärmepumpen)
rund 290.000
mit 3.100 MW
Neu installierte Anlagen pro Jahr (Zahlen für 2012) 22.200 mit
230 MW
Bereitgestellte Energiemengen
Bereitgestellte Menge Strom 2011 0,019 TWh*
Bereitgestellte Menge Wärme 2012 5,8 TWh**
Geothermie als Wirtschaftsfaktor
Getätigte Investitionen 2011 960 Mio. Euro
Anzahl der Arbeitsplätze 2011 14.200

* Entspricht dem jährlichen Strombedarf von etwa 6.300 Zweipersonen- Haushalten.
** Entspricht dem jährlichem Wärmebedarf von 420.000 Zweipersonen- Haushalten.

Quelle: GtV – Bundesverband Geothermie e.V., 26. November 2013

  

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