Die teure Regelenergie – Energiewende erneut Kostentreiber?

10. Dezember 2012 | Samantha Rippinger

HEIDELBERG – Die sogenannte Regelenergie garantiert im Falle einer ungleichen Nachfrage und Angebot von Strom weiterhin die Strombelieferung. Erneuerbare Energien werden als Kostentreiber für diese teure Regelenergie betrachtet. Dabei gibt es bereits heute hohe Kosten.

Regelenergie

Hohe Kosten bereits vor der Energiewende

Bis vor kurzem wurden Käufe und Verkäufe von Energie stündlich getätigt, wodurch das Netz ständig be- oder entlastet wurde. In solchen Fällen wird als Ausgleich die sogenannte Regelenergie eingesetzt, wie beispielsweise das Einspeisen von Strom aus Kraftwerken. Die Menge wird anhand des für die Stunde prognostizierten Durchschnittsverbrauchs bestimmt. Das bedeutet, dass grundsätzlich mal zu viel, mal zu wenig Strom bereitsteht und kontinuierlich ein Ausgleich geschaffen werden muss. Heute finden die Bedarfsermittlung und der Stromhandel viertelstündlich statt, die Kraftwerke jedoch laufen weiterhin vorwiegend im Stundenrhytmus, wodurch weiterhin Bedarf an der Regelenergie besteht.

Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage

Wird mehr oder weniger Energie ins Netz gespeist, als zu dem Zeitpunkt tatsächlich in Gebrauch ist, müssen die Netzbetreiber die Stromerzeugung drosseln oder zusätzliche Energie einspeisen. Somit stellen sie das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage wieder her. Die Regelenergie, die hier eingesetzt wird, versursacht höhere Kosten, die auf die Stromkunden umgelegt wird.

Regelenergie und erneuerbare Energie

Bei erneuerbaren Energie besteht ebenfalls ein Ausgleichsbedarf, jedoch herrscht dieser über einen längeren Zeitraum. Es wird erwartet, dass erneuerbare Energien in Zukunft zeitweise zu 100 % den Strombedarf decken könnten, wie beispielsweise in den Sommermonaten an denen mit Sonnen- und Windenergie ausreichend Strom produziert wird. Andererseits könnte es in den Wintermonaten zu Engpässen kommen, in denen auf erneuerbare Energien nicht gezählt werden kann. Um als Alternative für einen Ausgleich zu sorgen und weniger Gebrauch machen zu müssen von der teuren Regelenergie, gibt es unterschiedliche Ansatzweisen. Zum Beispiel eine Zwischenspeicherung von überschüssigem Strom, Pumpspeicherkraftwerke oder flexible Gaskraftwerke.

Fazit: Erneuerbare Energien erneut zu Unrecht als Kostentreiber erkoren

Erneut wird deutlich, dass erneuerbare Energien nicht als Kostentreiber abgestempelt werden dürfen. Oft kommunizieren Medien viele Kosten, die an die Stromerzeugung, den Stromausgleich und dem Netzausbau verbunden sind und machen gerne die Energiewende und erneuerbare Energien hierfür verantwortlich. Viele der Kosten bestanden bereits vor der Energiewende und sind nicht ausschließlich auf die erneuerbaren Energien zurückzuführen. Grün ist nicht unbedingt teuer, hilft aber in jedem Fall die Umwelt. Sie können ebenfalls Ihren Beitrag leisten, indem Sie zu Ökostrom wechseln.

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Autor: Samantha Rippinger

Kontakt:
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Telefon: 0800 66 99 088
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