Was ändert sich 2013 für Energiekunden?

25. Januar 2013 Anja Hintze

HEIDELBERG - Das Jahr 2012 war sehr turbulent für Energiekunden. Auch im Jahr 2013 kommt wieder so einiges auf uns zu: steigende Kosten aufgrund von Änderungen der staatlichen Preisbestandteile des Strompreises und der Nachrüstung von Photovoltaikanlagen. Daneben gibt es aber auch gute Nachrichten: positive Veränderungen bei der Besteuerung von Elektroautos und bei der Regelung des Standby-Verbrauchs elektronischer Geräte. Wir erläutern alle Änderungen im Detail.

 

Was ist neu beim Strompreis in 2013?

Die staatlichen Strompreisbestandteile haben sich bereits im Januar 2013 erheblich verändert. Hierzu zählen:

Staatliche Abgaben
  • Erhöhung der Umlage nach Paragraph 19 der Stromnetzentgeltverordnung auf 0,329 Cent pro Kilowattstunde (vorher 0,151 Cent). Die Paragraph 19-Umlage befreit energieintensive Unternehmen von der Zahlung der Netzentgelte und legt diese auf Energiekunden um.
  • Erhöhung der KWK-Umlage auf 0,126 Cent pro Kilowattstunde (vorher 0,002 Cent). Die KWK-Umlage fördert die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung in fossilen Kraftwerken.
  • Erhöhung EEG-Umlage auf 5,277 Cent pro Kilowattstunde (vorher 3,592 Cent). Die EEG-Umlage legt die entstandenen Kosten zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf die Stromkunden um.
  • Einführung der Offshore-Haftungsumlage. Die vom Bundestag beschlossene Umlage dient dem beschleunigten Ausbau der Windkraftanlagen auf hoher See und deckt damit die Haftungsrisiken der Netzbetreiber ab. Netzbetreiber haften demnach je nach ihrem Verschuldungsgrad mit einem Höchstbetrag von 100 Millionen Euro für Anschlussverzögerungen dieser Windkraftanlagen. Die Netzbetreiber sind allerdings berechtigt, die Kosten für geleistete Entschädigungszahlungen gegenüber den Energiekunden geltend zu machen. Daher wird ab dem 1. Januar 2013 die Offshore-Umlage erhoben und beträgt für Sie als Energiekunden 0,25 Cent pro Kilowattstunde.
 

2013: Beginn der Nachrüstung von Photovoltaikanlagen

Seit den letzten Jahren tragen Photovoltaikanlagen wesentlich zur Grundversorgung von Strom bei. Um bei starkem Sonnenschein das Netz durch die plötzliche, schnell steigende und massive Stromeinspeisung nicht zu überlasten, stellen sich Photovoltaikanlagen bei Erreichen einer Netzfrequenz von 50,2 Hertz automatisch ab. Die Gefahr jedoch ist, dass bei der gleichzeitigen Abschaltung der Photovoltaikanlagen breitflächige Stromausfälle verursacht werden könnten.

Um dem entgegen zu wirken, hat die Bundesregierung 2012 die Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) erlassen. Diese Verordnung beinhaltet, dass Photovoltaikanlagen nachgerüstet werden müssen. Dazu soll ein Signalempfänger installiert werden, der die Anlagen zeitversetzt vom Netz trennt und wieder anschließt und somit für mehr Systemstabilität sorgt. In dieser Verordnung wurde folgendes festgelegt:

  • Bis Ende 2014 müssen etwa 400.000 Anlagen nachgerüstet werden.
  • Anlagenbesitzer sind verpflichtet bei der Nachrüstung ihrer Photovoltaikanlagen mitzuwirken. Zunächst bekommen Anlagebesitzer dafür einen Abfragebogen der Netzbetreiber per Post zugeschickt, dieser sollte umgehend korrekt beantwortet und zurückgesendet werden.
  • Die Kosten für die Nachrüstung der Anlagen werden zwar von den zuständigen Netzbetreibern getragen, aber dann in Form der EEG-Umlage auf alle Haushalte umgelegt.
  • Sollten Anlagenbesitzer allerdings die Nachrüstung durch einen Fachbetrieb ihrer Wahl wünschen, müssen die Mehrkosten selbst getragen werden.

Achtung! Wer als Anlagenbesitzer die Nachrüstung versäumt, erhält keine EEG-Vergütung und muss im schlimmsten Fall mit Rückforderungen seitens der Netzbetreiber rechnen.

 

Senkung des Standby-Verbrauchs elektronischer Geräte

Die Neuerungen der EU Ökodesign-Richtlinie sind seit dem 7. Januar 2013 in Kraft. Demzufolge dürfen elektronische Haushalts- und Bürogeräte nur noch mit einem Verbrauch von einem Watt im Standby-Modus mit Statusanzeige verkauft werden. Bei Geräten ohne Statusanzeige ist der Verbrauch sogar auf ein halbes Watt reduziert. Geräte, die sich schon im Handel befinden, dürfen jedoch weiter verkauft werden. Die Senkung des Standby-Verbrauchs dürfte jeden Haushalt freuen, da zukünftig alle neuen Geräte weniger Energie im Standby-Modus verbrauchen werden. Wichtig: Auch ein geringer Standby-Verbrauch bedeutet Energieverschwendung und damit auch unnötige Kosten. Versuchen Sie es doch mal mit einer ausschaltbaren Steckdosenleiste. Mehr Tipps & Tricks zum Strom- und Kostensparen unter Strom sparen.

 

Elektroautos: Befreiung von der KFZ-Steuer

Gute Neuigkeiten für alle, die ein Elektroauto besitzen oder kaufen wollen! Der Bundestag hat mit den Änderungen des Kraftfahrzeugsteuergesetzes beschlossen, dass Elektroautos künftig nicht 5 sondern 10 Jahre von der Steuer befreit werden. Dies gilt für alle Elektroautos mit einer Erstzulassung vom 18. Mai 2011 bis 31. Dezember 2015.


Fazit:
  • Auch 2013 steigen die Strompreise
  • Kostenlose Nachrüstung von Photovoltaikanlagen
  • Verbrauchslimit für elektronische Geräte mit Standby
  • Elektroautos: 10 Jahre steuerfrei!
 

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Autor: Anja Hintze

Kontakt:
PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
 
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