Steigender Stromexport durch Ökostrom

12. November 2012 | Bianca Brieden

HEIDELBERG - Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien nimmt in Deutschland stetig zu. Dadurch hat der deutsche Stromexport in diesem Jahr ein Rekordniveau erreicht. Das ist zunächst etwas Gutes, doch es ist auch mit einem Nachteil verbunden.

Reform der EEG

Stromüberschuss

Erst vor eineinhalb Jahren wurden die alten Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet. Es wurde ein Strommangel befürchtet. Doch stattdessen produziert Deutschland so viel Strom, dass ein großer Teil davon exportiert wird. Im letzten Jahr musste Deutschland noch Strom importieren, doch in diesem Jahr wird es einen Exportrekord von vorläufig geschätzten 14,7 Milliarden Kilowattstunden geben.

 

Strom aus Deutschland ist günstig

Die Produktion von erneuerbaren Energien ist sehr schnell gestiegen. Dadurch sind die Preise für Strom an der Strombörse gesunken. Problematisch bei der Produktion von Ökostrom ist, dass häufig auch dann Wind- und Solarstrom erzeugt wird, wenn keine Nachfrage besteht. Das drückt den Preis. Ausländische Großabnehmer profitieren somit von den günstigen deutschen Strompreisen. Die Nachfrage ist vor allem in den Niederlanden gestiegen. Außerdem liefert Deutschland viel Energie nach Österreich und in die Schweiz.

Die hohen Exportzahlen können wegen des niedrigen Preises demnach nicht nur als Erfolg gewertet werden. Aus diesem Grund ist der Ausbau der Netzte und Speichermöglichkeiten in Deutschland von großer Bedeutung.

Stromreserven

Eine sogenannte „Kalte Reserve“ ist für Notsituationen vorgesehen. Denn trotz der hohen Exportzahlen kann es auch in Deutschland zu Engpässen von Strom kommen. Dieses Risiko besteht vor allem im Winter und wenn der Wind nicht in ausreichendem Maße weht.

Außer dieser „Kalten Reserve“ sollte in Deutschland an einer „Strategischen Reserve“ gearbeitet werden. Eine „Strategische Reserve“ würde zu einer künstlichen Verknappung des bereits erzeugten Stroms führen um somit den Preis pro Kilowattstunde zu erhöhen. Das Ziel der „Strategischen Reserve“ wäre also nicht der Ausgleich von Notzeiten, sondern eine wirtschaftliche Unterstützung. Das ist auch notwendig, denn noch wird Ökostrom mit hohen Subventionen gefördert. Der Verkauf von Strom ins Ausland unter dem eigentlichen Preis wird im Moment von den Steuerzahlen finanziert – ein unglaublicher Widerspruch, denn der Exportboom sollte eigentlich Geld einbringen anstatt die Bürger etwas zu kosten. Eine groteske Situation, die Investitionen in Speichermöglichkeiten und neue Stromnetze unausweichlich machen.

 

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Autor: Bianca Brieden

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