Strom so günstig wie lange nicht – Auch für Sie?

Strompreis an der Börse

22. Februar 2013 | Bianca Brieden

HEIDELBERG - Der Strom an der Leipziger Strombörse wird so günstig gehandelt, wie seit 8 Jahren nicht mehr. Trotzdem steigen die Strompreise, da die günstigen Preise der Strombörse nicht bei den Endverbrauchern ankommen. Doch woran liegt das?


Der Strompreis an der Börse fällt

Der Preis an der Strombörse betrug Ende Januar laut der Händler etwa 26 Euro je Megawattstunde (umgerechnet beträgt der Preis somit nur 2,6 Cent pro Kilowattstunde). Dies entspricht etwa einem Zehntel dessen, was Privatkunden zurzeit zahlen müssen.

Der Strom an der Börse ist somit so günstig wie in den vergangenen 8 Jahren nicht mehr. Dafür gibt es vor allem einen Grund: das Wetter. Durch überdurchschnittlich viel Wind gab es in letzter Zeit eine sehr hohe Windstromeinspeisung. Das Angebot steigt somit. Gleichzeitig ist das Wetter recht mild, wodurch die Nachfrage an Energie sinkt.

Dass die Nachfrage im Januar so niedrig war, ist sehr ungewöhnlich. Meist sind sowohl Nachfrage, als auch Preis im Januar sehr hoch. Dies ist ein Indiz dafür, dass auch in Zukunft mit einer relativ geringen Nachfrage und somit günstigeren Preisen an der Börse zu rechnen ist. Einige Langfristszenarien von Experten zeigen bis 2017 eine fallende Tendenz beim Börsenstrompreis.

Der Strompreis für die Endkunden steigt

Dieser günstige Strompreis an der Strombörse sorgt jedoch für hohe Preise bei den Endkunden. Dieses Paradoxon kommt durch den Fördermechanismus für erneuerbare Energien zustande. Der Fördermechanismus beinhaltet eine garantierte Vergütung für jede Kilowattstunde Solar- und Windstrom zu einem festgelegten Fördersatz in den kommenden 20 Jahren. Die Differenz zwischen diesem festen Fördersatz und dem variablen Börsenstrompreis wird durch die Ökostromumlage über den Strompreis gezahlt und somit von den Bundesbürgern getragen.

Beispiel der steigenden Ökostromumlage:

  • Der Fördersatz für Solaranlagen beträgt 17 Cent.
  • Es wurde erwartet, dass der Preis für Strom an der Strombörse bei 5 Cent liegt.
  • Die Zusatzkosten liegen somit bei 12 Cent je Kilowattstunden.
  • Fällt der Preis an der Strombörse von 5 Cent auf 2,6 Cent je Kilowattstunde, dann steigen die Differenz und somit die Zusatzkosten auf 14,4 Cent je Kilowattstunde.

Neben dem Einkaufspreis und der Ökostromumlage kommen beim Strompreis die Netzentgelte, Vertriebskosten, Stromsteuer und Mehrwertsteuer hinzu. Somit zahlen Stromkunden zurzeit etwa 28 Cent je Kilowattstunde. Die Gewinner sind dabei die Stromversorger, deren Gewinnmargen stetig wachsen.

Wahlkampf unter Strom

Die brisante Strompreis-Debatte ist längst Thema des Wahlkampfes. Die Lösung damit der Strompreis für die Bundesbürger nicht weiter steigt, ist noch nicht gefunden. Außerdem darf man eins bei dieser Debatte nicht vergessen: Für die Parteien zählt nicht der Strompreis, sondern das Wahlergebnis.

Was sagt Altmaier dazu?

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) ist ebenfalls auf der Suche nach einer Lösung für die Ökostromumlage. Sein Vorschlag: die sogenannte „Strompreisbremse“. Die Ökostrom-Umlage soll für zwei Jahre auf dem heutigen Niveau eingefroren werden. Das dazugehörige Gesetzespaket soll noch vor der Bundestagswahl beschlossen werden. „Es ist nicht vertretbar, dass das Kostenrisiko für die Zukunft weiterhin einseitig und ausschließlich beim Stromkunden liegt“, so Altmaier. Mehr erfahren zur Strompreissicherung.

Rettung noch nicht in Sicht

Sowohl Altmaiers Vorschlag, als auch andere Ideen können lediglich die Symptome der Energiewende lindern. Auch innerhalb der Strombranche herrscht Ratlosigkeit. Sowohl die Menge der Energie als auch die finanziellen Umwälzungen sind laut der Energieexperten zu groß geworden. Ein Ende ist dabei nicht in Sicht.

Um den Strompreis nicht noch weiter hochschnellen zu lassen, fordert die Linke-Politikerin Caren Lay eine staatliche Preisaufsicht. So könnte erreicht werden, dass sinkende Einkaufspreise auch an die Verbraucher weitergegeben werden und sie somit ebenfalls von der Energiewende profitieren anstatt sie lediglich mitfinanzieren zu müssen.

Eine andere Möglichkeit wäre die Verteuerung der Kohlestromproduktion. Somit würde der Strompreis an der Börse wieder steigen.

Abwarten oder handeln?

Die Zukunft wird zeigen, für welchen Hebel sich die Politiker entscheiden werden und ob es zum gewünschten Resultat führt.

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Autor: Bianca Brieden

Kontakt:
PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
 
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