Zu viel Sonne für Solaranlagen?

14. Dezember 2012 | Bianca Brieden

HEIDELBERG - Während Deutschland im Schnee versinkt, hat das Wüstenland Katar ganz andere Probleme: Hitze und Staub machen die Nutzung von Solaranlagen zu einer echten Herausforderung. Darum wird getestet, welche Solarstromtechnologie diesen extremen Wetterbedingungen der Wüste am besten trotzen kann.

Solaranlagen in Katar

Die Forschung

In Doha, der Hauptstadt des Landes und Austragungsort des letzten UN-Klimagipfels, wurde kürzlich eine ganze Batterie von Solarstrom-Anlagen zu Forschungszwecken errichtet. Sie steht im „Qatar Science and Technology Park“, in dem somit Studien zu den unterschiedlichen Solarstromtechnologien unter Wüstenbedingungen durchgeführt werden.

 

Die 3 großen Probleme

Große externe Hitze und Staub aber auch Feuchtigkeit setzen dem Testfeld gewaltig zu. Diese, für die Solarzellen schädlichen Umwelteinflüsse, gilt es zu überwinden.

Dazu gibt es beispielsweise eine Gruppe Arbeiter, die mit Spezialbesen regelmäßig die Solarmodule säubern. Denn eine dicke Staubschickt auf den Anlagen verringert die Durchlässigkeit von Sonnenlicht und somit natürlich die Produktion von Strom.

Hoher Ertrag

Sobald diese drei Herausforderungen gemeistert sind, wird mit hohen Erträgen durch Solarenergie gerechnet: In der Theorie sollte die Solarstromproduktion in Katar mindestens doppelt so hoch sein, wie zum Beispiel in Mitteleuropa. Denn in Europa leidet die Produktivität ganz erheblich unter den Wolken. Die Forschung kann somit als äußert lohnendes Geschäft betrachtet werden.

Die Herausforderung

Die heutigen Photovoltaikanlagen wurden für ein moderates Klima entwickelt und gebaut. An den meisten Standorten solcher Anlagen wird es nur selten über 30 Grad warm. In Katar hingegen sind Temperaturen von über 50 Grad keine Seltenheit. Darüber hinaus heizen sich die dunklen Solarzellen noch weiter auf. Solch hohe Temperaturen senken die Erträge der Anlagen. Außerdem geht man davon aus, dass die Lebensdauer der Solaranlagen durch große Hitze verkürzt wird.

Eine andere Herausforderung ist der Staub, der sich auf den geneigten Solarzellen absetzt. Dieser Staub wird durch die hohe Luftfeuchtigkeit in den Sommermonaten zu einer zähen Schmiere, die nur schwierig zu entfernen ist. Natürlich sollen zukünftig keine Arbeiter mehr dazu gebraucht werden, um die Solaranlagen zu säubern. Stattdessen wird an einem automatisierten Reinigungsverfahren geforscht.

Solaranlagen-Wettstreit

In Doha wurden bisher die Solaranlagen von etwa 25 verschiedenen Herstellern näher untersucht. Auch die solarthermische Variante wird in der kommenden Zeit noch näher untersucht. Alle Hersteller haben ihre Module kostenlos nach Doha geliefert. Natürlich hofft nun jeder der Hersteller, das beste Modul geliefert zu haben und somit das ganz große Geschäft mit Katar zu machen.

Die Ergebnisse des Testfeldes sollen bis 2015 vorliegen. Auf diese Weise würden noch sieben Jahre bis zur Fußball-WM im Jahr 2022 bleiben, für die klimatisierte Stadien errichtet werden sollen. Die neuen Stadien sollen mit effektiven Solaranlagen ausgestattet werden. Die Hersteller hoffen also zurecht auf das ganz große Geschäft.

 

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Autor: Bianca Brieden

Kontakt:
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Telefon: 0800 66 99 088
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