Ökostrom im Gasnetz speichern

Ökostrom im Gasnetz
09. April 2013 | Bianca Brieden

HEIDELBERG - Oft entsteht mehr Ökostrom, als in dem Moment benötigt wird. Um in solchen Situationen das Stromnetz zu entlasten, müssen beispielsweise Windrotoren abgeschaltet werden. Um das zu verhindern, wird nach Möglichkeiten geforscht, den überschüssigen Strom speichern zu können. Die geplante Power-to-Gas-Anlage in Hamburg scheint vielversprechend zu sein.

 

Teurer Stromimport trotz Überfluss

Die erneuerbaren Energien sind stark von äußeren, nicht zu kontrollierenden Faktoren abhängig. Niemand kann kontrollieren, wann die Sonne scheint oder wann es windig ist. Die Energieerzeugung schwankt somit sehr stark. Was in Deutschland an Strom produziert wird und was zur gleichen Zeit benötigt wird, kann deshalb ganz unterschiedlich sein.

Das Resultat: Wird in Deutschland mehr Strom produziert als verbraucht wird, müssen wir Strom exportieren. Wird jedoch nicht genug Strom erzeugt, muss er teuer importiert werden oder es muss Strom aus Kohle- und Gaskraftwerke genutzt werden, der ebenfalls teuer und wenig förderlich für die Energiewende ist.

Stromspeicher als Lösung

Um das Problem zu lösen, wird fieberhaft an Möglichkeiten getüftelt, den zeitweise überflüssigen Strom zu speichern. Besonders vielversprechend scheint die Power-to-Gas-Methode zu sein. Dabei soll aus dem überschüssigen Strom Wasserstoff erzeugt werden, der anschließend in das vorhandene Gasnetz eingespeist werden kann.

Anlagenbau in Hamburg

In Hamburg-Reitbrook soll die Methode schon bald erprobt werden. Der Energieversorger E.ON will dort noch in diesem Quartal mit dem Bau einer solchen Anlage beginnen. Der überschüssige Windstrom kann dann per Elektrolyse Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten. Der Wasserstoff wird anschließend ins Hamburger Gasnetz eingespeist. Von dort kann die umgewandelte Windenergie zum Heizen und Kochen, als Treibstoff von Erdgasfahrzeugen oder auch als Brennstoff in Kraftwerken eingesetzt werden.

Ein wichtiger Schritt

Die Speicherung von Ökostrom ist ein wichtiges Puzzlestück bei der Energiewende. Wenn die Power-to-Gas-Anlage in Hamburg Erfolg hat, wird dies bundesweit von großer Bedeutung sein. Das insgesamt 13,5 Millionen Euro schwere Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Somit werden sich schon sehr bald erste Ergebnisse zeigen.
 

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Autor: Bianca Brieden

Kontakt:
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Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
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