EU fordert Einschränkung der Ökostrom-Subventionen

Ökostrom-Subventionen

04. Februar 2013 | Bianca Brieden

HEIDELBERG - Es ist kein Geheimnis, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien nicht problemlos abläuft. Doch was genau sind die größten Probleme und was sind die Lösungen dazu? Jetzt mischt sich auch die EU in diese Diskussion ein und fordert die Einschränkung beziehungsweise Abschaffung der nationalen Förderungen für Ökostrom.

Wettbewerbsfähigkeit

Ganz besonders hart wird die fehlende Wettbewerbsfähigkeit des grünen Stroms kritisiert. In diesem Sinne fordert Philip Lowe, Generaldirektor für Energie in der EU-Kommission: „Die erneuerbaren Energieträger müssen wettbewerbsfähig werden“. Philip Lowe steht mit dieser Forderung nicht allein da, viele Energieexperten klagen seit Monaten über diesen Missstand. Fakt ist, dass der subventionierte Ökostrom im Netz stets Vorrang hat. Als Folge dessen werden andere Kraftwerke unrentabel. Außerdem werden die Netze durch Wind- und Solaranlagen an ihre Belastungsgrenzen gebracht und das nicht nur innerhalb Deutschlands. Damit nicht die Nachteile bei einer Energiewende überwiegen, fordert die EU-Kommission nun eine Grenze bei nationalen Subventionen für grünen Strom.

„Wir werden in der nächsten Woche ein Grünbuch für Energie und Klimaschutz nach 2020 auf den Tisch legen“, so Lowe. Ziel ist es, etwas gegen die größten Probleme und Paradoxe zum Thema Ökostrom zu tun. Im Fokus liegen dabei die nationalen Förderregimes für Ökostrom, die durch ein einheitliches europäisches Modell abgelöst werden sollen.

Erfolgreiche Wertschöpfung statt Subventionen

Lowe ist davon überzeugt, dass die erneuerbaren Energien spätestens 2020 wettbewerbsfähig sein werden. Onshore Windenergie und Photovoltaik kämen mit großer Wahrscheinlichkeit schon viel eher ohne Subventionen aus. Wichtiger wäre, dass die Unternehmen nach den kommerziell günstigsten Wegen suchen, um Ökostrom produzieren und liefern zu können, statt weiterhin von hohen Subventionen zu leben. Die sinkenden Subventionen würden den Verbrauchern zugutekommen, denn über diese werden die Gelder in Form von Abgaben und Umlagen bisher abgerechnet.

Wirkung teils verfehlt

Die Forderung nach einer Einschränkung beziehungsweise Abschaffung der nationalen Förderungen für Ökostrom der EU ist keineswegs unberechtigt, denn das Subventionsgelder bei einem solchen Projekt nicht allein zum Erfolg führen zeigt folgendes Beispiel:

  • Eines der Hauptziele der Energiewende ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes, da es sich um ein klimaschädliches Treibhausgas handelt.
  • Durch Gesetze, hat Ökostrom stets Vorrang bei der Einspeisung in die Stromnetze. Dabei spielt die aktuelle Nachfrage an Energie keine Rolle.
  • Erneuerbare Energien wie Sonnen- und Windenergie sind anfällig für Schwankungen und die Energielieferung somit instabil.
  • Die Schwankungen sollten durch Gaskraftwerke ausgeglichen werden, die jedoch, aufgrund des Vorrangs des Ökostroms, unrentabel geworden sind.
  • Stattdessen verbrennen viele Versorger Kohle aus den USA. Durch den Schiefergasboom in Amerika ist der Preis für Kohle stark gesunken und somit kann diese billig nach Europa geliefert werden.
  • Kohle jedoch ist eine der klimaschädlichsten Methoden um Strom zu erzeugen. Trotzdem stieg der Kohleverbrauch in einigen EU-Ländern im Vorjahr um 50 Prozent.

Obwohl der Anteil von Ökostrom in Europa im Vorjahr so hoch wie nie zuvor war, stieg der CO2-Ausstoß in der Stromproduktion um 3 Prozent.

Hilfe von ganz oben – und ganz unten

Das Beispiel zeigt, welche negativen Auswirkungen gutgemeinte Subventionen haben können. Nachhaltig ist das natürlich nicht. Hoffentlich kann die EU zukünftig etwas daran ändern, damit Europa an einem Strang zieht und gemeinsam in eine nachhaltige Zukunft durchstarten kann.

Doch verlassen sollte man sich nicht auf eine solch große Veränderung „von oben“. Nicht vergessen: Veränderung ist auch „von unten“ möglich, jeder kann etwas tun und je mehr Menschen mitmachen, desto mehr kann erreicht werden!

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Autor: Bianca Brieden

Kontakt:
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Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
 
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