Sind Kohlekraftwerke noch wünschenswert?


01. August 2013 | Anja Hintze Kohlekraftwerke

HEIDELBERG - Eigentlich will Deutschland erneuerbare Energien fördern, jedoch ist der Anteil der Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken angestiegen. Auch Deutschlands Förderung griechischer Kohlekraftwerke widerspricht der Energiewende. Jedoch scheint für Vattenfall Braunkohletagebau in Deutschland nicht mehr so attraktiv zu sein. Derzeit wird spekuliert, ob Vattenfall sich aus dem Braunkohletagebau in Deutschland zurückzieht. Entgegen dem Deutschlandkurs wollen auch wichtige Entwicklungsbanken weniger Geld locker machen für Kohlekraftwerke.

 

Mehr Strom durch Kohle in Deutschland

Trotz Energiewende erfährt Kohle einen ungeahnten Aufschwung in Deutschland. Im letzten Halbjahr dieses Jahres haben deutsche Stein- und Braunkohlekraftwerke 12,4 Prozent mehr Strom als im Vorjahr produziert laut des Bundesverbandes der deutschen Elektrizitätswirtschaft (BDEW). Doch woher kommt dieser Anstieg von Strom aus Kohlekraftwerken? Diese Frage kann leicht beantwortet werden: Kohle ist günstig.

So ersetzt die USA ihre heimische Kohle durch Schiefergas, welches mit Hilfe von Fracking gefördert wird. Dadurch exportieren die USA ihre Kohle. Im Jahr 2011 wurden 5,08 Millionen Tonnen Kohle aus den USA nach Deutschland importiert laut eines Berichts der Organisationen FIAN und urgewald. Die USA zählt neben Russland und Kolumbien als eines der wichtigsten Lieferländer für Steinkohle in Deutschland.

Mehr Widersprüche zur Energiewende

Während die Bundesregierung in Deutschland an der Energiewende arbeitet, werden ganz andere Prioritäten für die Förderung von Stromerzeugung im Ausland gesetzt. So soll in Griechenland der Bau eines Braunkohlekraftwerks mit einer staatlichen Kreditgarantie gefördert werden. Auch sollen bereits Zusagen zum Bau des Braunkohlekraftwerks Ptolemeida V erteilt worden sein.

So wird die deutsche Exportwirtschaft unterstützt. Hier geht es darum, dass auch Exportunternehmen beruhigt ihren Geschäften in Ländern nachgehen können, in welchen Zahlungsausfälle nicht auszuschließen sind. Diese Bürgschaften werden Hermes Bürgschaften genannt und garantieren, dass die Unternehmen Zahlungen erhalten.

Vattenfall will raus aus Braunkohletagebau?

Während in Deutschland Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken zugenommen hat, wird derzeit darüber spekuliert, ob der schwedische Energiekonzern Vattenfall sich aus dem Braunkohlegeschäft in Deutschland zurückziehen will. Schon vor einem halben Jahr wollte Vattenfall seine 50 Prozent Beteiligung am Braunkohlekraftwerk Lippendorf bei Leipzig verkaufen. Jedoch wurde bisher noch kein Käufer gefunden. Die schwedische Öffentlichkeit würde einen Verkauf sehr begrüßen, da so weniger Millionen CO2 Tonnen von einem schwedischen Konzern ausgehen würden und mehr erneuerbare Energien von Vattenfall gefördert werden könnten.

Schon vor einiger Zeit hatte Vattenfall auf die CCS-Technik gesetzt, welche die Speicherung von CO2 ermöglicht. Jedoch gab es heftigen Widerstand aus der Bevölkerung gegen CCS und die Politik gab dem Druck nach. Vattenfall musste seine Pläne mit der CCS-Technik begraben. Laut der Unternehmensstrategie „Making Electricity Clean“ will Vattenfall bis 2050 klimaneutral sein.

Weniger Geld für Kohle: Umdenken der Banken weltweit

Weltweit steigt vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern der Energiebedarf, der häufig durch Kohlekraftwerke gedeckt wird. Dieses hat zwei Gründe: billiger Strom und Fördergelder der Entwicklungsbanken. Jedoch könnte der Kohlekraft bald der Geldhahn zugedreht werden. Gründe hierfür ist vor allem die Erkenntnis der wichtigen Entwicklungsbanken, dass Kohle das Risiko der Erderwärmung fördert. So kündigte die Weltbank an, in Zukunft nur noch in Ausnahmefälle neue Kohlekraftwerke zu fördern. Auch die Europäische Investitionsbank (EIB) gab vorige Woche bekannt, dass Kohlekraftwerke nur noch Geld bekommen, wenn diese maximal 550 Gramm CO2 pro Kilowattstunde ausstoßen.

Sie möchten auch etwas für die Umwelt tun und zum Klimaschutz beitragen? Dies müssen nicht immer große Taten sein! Ein Wechsel zu Ökostrom kann schon helfen! Probieren Sie unseren Ökostromvergleich aus:

Jetzt zum kostenlosen Ökostromvergleich

 

Autor: Anja Hintze

Kontakt:

PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
 
> Zurück zu unseren Nachrichten

Jetzt sparen und Strom vergleichen!
Postleitzahl und Verbrauch eingeben, den besten Tarif auswählen und in 5 Minuten kinderleicht wechseln.
Postleitzahl:
       
Verbrauch:
       
Ergebnisse
 
 
PrizeWize erhält von allen Anbietern die gleiche Grundprovision. Unser Tarifvergleich ist immer transparent und unabhängig. PrizeWize garantiert allen Kunden vollständigen Datenschutz nach Vorgabe des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).
 
Die facebook Seite von PrizeWize
 
Die Twitter Seite von PrizeWize
 
Die Google+ Seite von PrizeWize