Klimaschutz in Zahlen

25. Januar 2013 | Bianca Brieden

HEIDELBERG – Der Klimaschutzindex bewertet und vergleicht Klimaschutzleistungen von 58 Staaten. Was genau der Klimaschutz-Index ist, wie er berechnet wird und wie Deutschland abgeschnitten hat, haben wir genauer ins Visier genommen. Außerdem haben wir einen Blick auf den möglichen Einfluss der Energiewende auf den Index geworfen.

 

Was ist der Klimaschutzindex?

Der Klimaschutzindex (KSI) ist ein Instrument der deutschen Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, um die Klimaschutzleistungen verschiedener Staaten bewerten und vergleichen zu können. Besonderes Augenmerk liegt bei diesem Index auf dem Kohlendioxid-Ausstoß. Bewertet werden insgesamt 58 Staaten. Diese Staaten sind zusammen für über 90 Prozent des globalen energiebedingten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Der aktuelle Index ist der Klimaschutz-Index 2013, der auf Daten aus dem Jahre 2010 beruht.

Komponente des Klimaschutz-Index 2013

Wie werden Index und Länderrang festgelegt?

Der Index besteht aus verschiedenen Komponenten. Somit wird nicht nur nach den CO2-Emissionen geschaut, sondern es werden auch andere Faktoren berücksichtigt. Beispielsweise beeinflusst auch die Klimapolitik eines Landes den Index, sowie die Nutzung von erneuerbaren Energien und die Entwicklung der Emissionen. Tabelle 1 listet alle Komponenten, die durch den Index erfasst werden, auf.

 


Welche Position nimmt Deutschland ein?

Im Vergleich zu den 10 größten Emittenten

Deutschland gehört weltweit zu den 10 größten CO2 Emittenten. Der prozentuale Anteil der weltweiten CO2-Ausstöße liegt bei 2,34% - im Vergleich: der geringste Anteil in dieser Gruppe liegt bei 1,58% (Kanada) und der höchste bei 22,29% (China). Trotz des relativ hohen CO2-Austoßes, erhielt Deutschland einen guten Klimaschutzindex, wie in der Grafik zu erkennen ist. Alle anderen Länder in dieser Gruppe haben entweder mäßig, schlecht oder sogar sehr schlecht abgeschnitten.
 

Gesamtergebnis Klimaschutzindex

GrünGut

Gelb Mäßig

Orange Schlecht

RotSehr schlecht

Von den 58 Staaten positionierte sich Deutschland auf Rang 8, im Vergleich eine gute Position. Außerdem darf hier nicht vergessen werden, dass sich dieser Index auf Werte aus dem Jahr 2010 bezieht. Das bedeutet, dass die Bemühungen der Bundesregierung in 2011 und 2012 die Energiewende so zielstrebig voranzutreiben, noch gar nicht berücksichtigt sind. Aufgrund der Erweiterung und Förderung der erneuerbaren Energien und der sich bessernden nationalen Klimapolitik, sollte Deutschland in den kommenden Jahren also weiter nach oben klettern.

Auch wir als Bürger beeinflussen Deutschlands Index

Nicht nur die Politiker sorgen dafür, dass der Emissionsausstoß in Deutschland zurückgeht. Auch wir als Bürger tragen dazu bei! Das Statistische Bundesamt Destatis hat Zahlen veröffentlicht, die deutlich zeigen, dass die Deutschen immer energiebewusster leben. Laut Destatis verringerte sich der Verbrauch zwischen 2005 und 2011 um 10,3 %. Im Jahr 2011 wurde sogar im Vergleich zum Vorjahr 6,7 % weniger Haushaltsenergie verwendet. Dieser Rückgang begründet sich vor allem durch den geringeren Gebrauch von Heizöl. Fazit ist also: Viele greifen lieber zum dicken Pulli statt die Heizung höher zu stellen!

Wir hoffen, dass der Trend weiter anhält, weniger Energie im Haushalt zu verbrauchen. Denn auch das kann einen Einfluss auf den Klimaschutz-Index ausüben – jeder einzelne Bürger kann für eine bessere Umwelt sorgen.

 

Weitere interessante Fakten:

  • Vom Jahr 2009 auf das Jahr 2010 gab es weltweit den höchsten jemals verzeichneten Emissionsanstieg.
  • Kein einziges der für den Index untersuchten Länder hat sich in den vergangenen Jahren so gebessert, dass die globale Erwärmung auf unter 2 °C sinken könnte (Ziel der internationalen Klimapolitik).
  • Platz 1 bis 3 wurden nicht vergeben, da keiner der 58 Staaten genug unternimmt, um einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden.
  • Europa im grünen Trend – Die Top 10 werden mit nur wenigen Ausnahmen hauptsächlich von europäischen Ländern dominiert. Vorbildlich waren die Portugiesen, die trotz schwerer Wirtschaftskrise weiterhin eine positive Klimapolitik gefördert haben.
 

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Autor: Bianca Brieden

Kontakt:

PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
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