Günstiger Strom dank Energiewende

Ökostrom

09. November 2012 | Bianca Brieden

HEIDELBERG - Im kommenden Jahr soll die EEG-Umlage auf 5,28 Cent je Kilowattstunde steigen. Dadurch empfinden Verbraucher Strom aus erneuerbaren Energien als teure Energie. Doch nicht zum ersten Mal wollen wir mit diesem Irrtum aufräumen. Wie viel zahlen wir also wirklich, wenn man alle Kosten berücksichtigt? Und welche Energiequellen kosten uns am meisten? Eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) hilft uns, diese Fragen zu beantworten.

Subventionen

Die Studie des FÖS zeigt auf, dass konventionelle Energien seit Jahrzehnten von staatlicher Förderung profitieren: Seit 1970 wurde Atomstrom mit über 187 Milliarden Euro gefördert, Energie aus Steinkohle mit 177 Milliarden Euro und Energie aus Braunkohle immerhin noch mit 65 Milliarden Euro. Dagegen kommen alle erneuerbaren Energien gemeinsam gerade einmal auf eine Summe von 54 Milliarden Euro an Fördergeldern.

Finanzhilfen und Steuervergünstigungen

Zwischen 1970 und 2012 wurden die erneuerbaren Energien mit durchschnittlich 3,4 Cent je Kilowattstunde gefördert. Braunkohlestrom bekam staatliche Mittel in Höhe von 1,3 Cent und Steinkohle von 3,3 Cent. Auch hier ist Atomenergie am teuersten, sie weist mit 4,0 Cent je Kilowattstunde den höchsten Förderwert auf.

Folgekosten

Zusätzlich zu all den Kosten, müssen ebenfalls die gesamtwirtschaftlichen Folgekosten gezählt werden. Diese werden den Erzeugern nicht direkt zugeschrieben, darum müssen sie dafür nicht aufkommen. Dazu zählen die Folgekosten der Endlagerung von Atommüll, Klimaschäden, Umweltverschmutzung und nukleare Unfälle. Besonders gefährlich ist, dass diese Kosten auch Jahre nach dem Abschalten der Kraftwerke weiterbestehen.

Die FÖS-Studie zeigt auch die volkswirtschaftlichen Kosten auf, die die Gesellschaft am Ende zahlen muss. Je Kilowattstunde Strom aus Windenergie zahlt die Gesellschaft im Jahr 2012 8,1 Cent. Bei Strom aus Wasserkraft sind es 7,6 Cent. Die Kosten bei Steinkohle belaufen sich auf 14,8 Cent. Bei Atomstrom liegen die Kosten je nach Szenario zwischen 16,4 und im höchsten Fall erschreckenden 42,2 Cent. Auch Sonnenenergie ist bei diesem Posten mit 36,7 Cent sehr teuer. Das liegt an den hohen Anfangsinvestitionen für Photovoltaikanlagen. Vergleicht man diese Kosten jedoch mit den Anfangsinvestitionen von Atomstrom, erscheint einem der Wert viel kleiner: Die staatliche Unterstützung für Atomstrom lag damals bei über 60 Cent je Kilowattstunde und somit fast doppelt so hoch.

Fazit: Im Vergleich ist die Energiewende günstiger!

Mit diesen Zahlen zeigt die FÖS-Studie, dass Ökostrom schon heute günstiger ist, als alle konventionellen Energieträger, wenn man nicht nur den Strompreis sondern auch die versteckten Kosten berücksichtigt.

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Autor: Bianca Brieden

Kontakt:
PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
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