Die Flexstromgruppe ist insolvent – Was Kunden jetzt wissen müssen

12. April 2013 | Samantha Rippinger

HEIDELBERG - Der Stromanbieter Flexstrom ist insolvent, auch die Tochterunternehmen OptimalGrün und Löwenzahn Energie sind zahlungsunfähig. FlexGas wird allerdings von einem anderen Investor weitergeführt, die Kunden sind von der Insolvenz also nicht betroffen.

Kunden der insolventen Anbieter müssen jedoch nicht fürchten, dass ihre Strom- oder Gaszufuhr gesperrt wird. Zunächst muss ein Insolvenzverwalter entscheiden, ob und wie die Geschäfte der Unternehmen weitergeführt werden. Sollte sich dabei tatsächlich herausstellen, dass die Anbieter keinen Strom oder kein Gas mehr liefern können, erfolgt eine so genannte „Ersatzversorgung“. Kunden erhalten dann Strom oder Gas von einem örtlichen Versorger, meist sind das die Stadtwerke. Diese sind gesetzlich verpflichtet, in einem solchen Fall die Strom- und Gasversorgung zu sichern. Es ist zu beachten, dass das Einreichen eines Insolvenzantrages den Kunden noch kein Sonderkündigungsrecht einräumt! Kunden die in den letzten 14 Tagen einen Antrag gestellt haben, sollten von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Sollte die Widerrufsfrist schon verstrichen sein, die Belieferung aber noch nicht begonnen haben, sollte mit der fälligen Überweisung noch gewartet werden. Grundsätzlich sind Kunden jedoch zur Zahlung verpflichtet, wenn die Versorgung noch über einen gewissen Zeitraum gewährleistet werden kann.

Ersatzversorgung sichert Strom- und Gaszufuhr

Sobald jedoch der Ernstfall eingetreten ist und der Anbieter nicht mehr liefern kann, müssen Betroffene handeln. Einzugsermächtigungen sind unverzüglich zu widerrufen, bereits im Voraus gezahltes Geld bekommen Kunden mit hoher Wahrscheinlichkeit jedoch nicht zurück. In diesem Fall meldet sich der Grundversorger bei den Betroffenen und beginnt die Ersatzversorgung, diese läuft im Allgemeinen für drei Monate und erfolgt zu vergleichsweise teuren Tarifen. In diesem Zeitraum sollten Verbraucher neue Verträge abschließen. Tun sie dies nicht, fallen sie anschließend in die Grundversorgung. Das Grundversorgungsverhältnis kann jederzeit mit einer kurzen Frist von nur zwei Wochen gekündigt werden.

Keine Gerichtskosten riskieren

Bei einer Insolvenz des Anbieters wird davon abgeraten, gerichtlich gegen den Versorger vorzugehen. Erfolgschancen werden als gering eingeschätzt und Sie riskieren Prozesskosten.

Wir beraten Sie gerne über unsere kostenlose Kundenhotline zur Verfügung: 0800 66 99 088. Information zum Insolvenzantrag der FlexStrom AG, der Löwenzahn Energie GmbH und der Optimal Grün GmbH sowie zum Vertragsrecht bei Insolvenz erhalten Kunden bei der Schlichtungsstelle Energie der Verbraucherzentrale im jeweiligen Bundesland.

Quelle: dpa, PrizeWize

 

Autor: Samantha Rippinger

Kontakt:
PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
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