Atomkraftwerk im Stresstest

EU-Stresstest für Atomkraftwerke 

05. Oktober 2012 | Samantha Rippinger

HEIDELBERG - Der Stresstest Europäischer Atomkraftwerke weist Sicherheitsmängel in nahezu allen 145 Atomkraftwerken auf. „Auch wenn kein Kraftwerk unmittelbar aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden muss, gibt es bei nahezu allen ein Verbesserungspotential“, so der EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

Die Atomkraftwerke könnten sicherer sein - Mängel der deutschen Kraftwerke

In Deutschland bezieht sich das Ergebnis vor allen Dingen auf die Atomkraftwerke in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Drei der sechs mangelhaften Atomkraftwerke sind noch in Betrieb und befinden sich im Emsland, Brokdorf und Grohnde. Sie sind beispielsweise nicht vor Erdbeben gesichert, denn sie verfügen nicht über ein Erdbebenwarnsystem. So ein System könnte ein Erdbeben zwar nicht verhindern, dennoch würde es eine rechtzeitige Umstellung des Betriebes der Atomkraftwerke ermöglichen und somit die möglichen Schäden verringern können.

Altmaier: „Ergebnisse müssen Konsequenzen nach sich ziehen“

Auch wenn es in Norddeutschland den vergangenen Jahrtausenden keine starken Erschütterungen gegeben hat, fordert die Europäische Union Erdbebenwarngeräte für die Atomkraftwerke. Auch Oettinger verlangt eine Versicherung gegen Unfälle und findet bei Umweltminister Peter Altmaier Zustimmung. In der EU würde eine Nachrüstung aller aktiven Meiler 10 bis 25 Milliarden Euro kosten, was wiederrum für den Verbraucher eine Erhöhung der Strompreise zur Folge hätte.

Ergebnisse in den Nachbarländern

Nahezu alle französischen Atomkraftwerke weisen Mängel bezüglich Erdbeben und Flutgefahren auf. In den Niederlanden wurde insbesondere das Kraftwerk in Borssele aufgrund mangelhafter Lagerung kritisiert. Fehlender Schutz gegen Gasexplosionen nach schweren Unfällen fehlt in den Atomkraftwerken in Tschechien, Bulgarien, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Schweden, Spanien und Großbritannien. Als Ausnahme gelten die Reaktoren in Belgien, bei denen es wenige Kritikpunkte gab.

Konsequenzen und Reaktionen in den EU-Mitgliedstaaten

Auch wenn es deutlichen Beweis dafür gibt, dass aufgrund enormer Mängel Nachrüstungen stattfinden sollten, hat die Europäische Union keinen Einfluss auf die tatsächliche Ausführung. Jeder EU-Mitgliedstaat darf selber entscheiden, ob und wie Aufbesserungen stattfinden. Frankreich scheint hier beispielsweise wenig Interesse dran zu haben, selbst wenn ihre Atomkraftwerke weitere 20 Jahre in Betrieb bleiben sollen und das Land ungefähr 40 Prozent aller Atomkraftwerke in Europa betreibt.
 

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Autor: Samantha Rippinger

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