Erster Monitoring Bericht zur Energiewende - „Energie der Zukunft“

E-Energy

25. Januar 2013 | Anja Hintze

HEIDELBERG – Am 19. Dezember 2012 veröffentlichte die Bundesregierung ihren ersten Monitoring-Bericht „Energie der Zukunft“. In diesem Bericht werden wissenschaftliche Daten aus mehreren Jahren ausgewertet und verglichen, um das Voranschreiten der Energiewende zu beurteilen. Wo steht Deutschland in Bezug auf die Energiewende und was ist bisher erreicht worden? Was sagen unabhängige Experten zu dem Monitoring Bericht?

 

Ziele und Maßnahmen der Energiewende

Mit der Energiewende soll eine zuverlässige, wirtschaftliche und trotzdem umweltverträgliche Energieversorgung erreicht werden. So ist eines der Ziele, die Stromversorgung durch erneuerbare Energien auszubauen. Bis zum Ende des Jahres 2050 sollen rund 80% der Stromversorgung durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Im Jahr 2011 waren dies ca. 20%. Auch sollen bis Ende 2050 die Treibhausgasemissionen um 80-95% im Vergleich zum Jahr 1990 reduziert werden. In 2011 waren es 26,4% weniger als 1990.

Rund 160 Maßnahmen dienen der Umsetzung dieser energie- und klimapolitischen Ziele. Viele dieser Maßnahmen konnten bereits innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören beispielsweise die Gesetzesergänzungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und das Netzausbaubeschleunigungsgesetz, mit denen der Netzausbau vorangetrieben wird. Die Gesetzesergänzungen des EnWG verbessern zusätzlich die Rahmenbedingungen für Offshore-Windparks. Eine weitere Maßnahme waren die Ergänzungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), mit dem die Kosten der Förderung von erneuerbaren Energien gedämmt werden und die Markt- und Systemintegration der erneuerbaren Energien verbessert werden.

Zentrale Ergebnisse des Monitoring-Berichts

Zur Überprüfung des Voranschreitens der Energiewende dienen zusätzlich insgesamt 49 Indikatoren, die Aufschluss über den Stand der Energiewende sowie der zeitlichen Entwicklung geben sollen. Die wichtigsten Ergebnisse aus den unterschiedlichen Bereichen sind:

  • Energieverbrauch: Insgesamt ging im Jahr 2011 der Energieverbrauch um 4,9% zurück, trotz steigender wirtschaftlicher Tätigkeit (BIP +3%).
  • Energieeffizienz: Von 2008 bis 2011 hat sich die Endenergieproduktivität (Verhältnis von erzieltem Nutzen, z.B. BIP, zur eingesetzten Energie) um durchschnittlich 2% pro Jahr gesteigert.
  • Erneuerbare Energien: Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Bruttoenergieverbrauch hat sich zwischen 2000 (3,8%) und 2011 (12,1%) mehr als verdreifacht.
  • Versorgungssicherheit: Wie in den Vorjahren besteht keine Gefährdung der Versorgungssicherheit. Seit 2009 sind die Kosten für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit sogar gesunken, obwohl die erforderlichen Maßnahmen der Versorgungssicherheit im Winter 2011/2012 gestiegen sind.
  • Gebäude & Verkehr: Der Energiebedarf für Raumwärme, Warmwasser und Klimakälte ist seit 1996 deutlich gesunken. Auch im Verkehr ist der Endenergieverbrauch trotz zunehmender Verkehrsleistung von 1999 bis 2011 um 7,5% zurückgegangen. Ein Grund für diesen Rückgang ist die steigende Energieeffizienz im Verkehr.
  • Treibhausgase: Im Jahr 2011 ist eine Gesamtreduktion der Treibhausgase von 26,4% gegenüber dem Jahr 1990 erreicht worden. Ziel ist es bis 2020 eine Reduzierung von 40% zu erreichen.
  • Energiepreise & -kosten: Haushaltsstrompreise sind im Jahresdurchschnitt zu 2010 um 1,54 Cent/kWh auf etwa 25 Cent/kWh angestiegen.

Expertenkritik am Monitoring Bericht

Eine Expertenkommission wurde von der Bundesregierung zur Begleitung des Monitoring-Prozesses berufen. In ihrer Stellungnahme kritisieren die Experten vor allem die fehlende Hierarchie der Ziele und dessen Maßnahmen. Weitere Kritikpunkte waren Deutschlands langsamer Fortschritt bei der Energieeffizienz, mögliche Probleme bei Versorgungssicherheit von Strom sowie zum Teil fehlende Indikatoren für die Umweltverträglichkeit der energiepolitischen Maßnahmen.

Interview mit Bundesminister Altmaier

In einem Interview wurde Bundesumweltminister Altmaier über die Ergebnisse des ersten Monitoring-Berichts befragt. Altmaier zeigte sich sichtlich zufrieden und wies darauf hin, dass der Bericht darlegt, wie richtig und auch notwendig die Energiewende ist. Er betonte ebenfalls, dass der Bericht auch zeige, in welchen Bereichen noch ehrgeiziger vorgegangen werden müsse.

 

Zusätzlich zum jährlichen Monitoring-Bericht soll ab dem Jahr 2014 alle drei Jahre ein weiterer Fortschrittsbericht erstellt werden. Wir werden sehen, was die Zukunft bringen wird.

 

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Autor: Anja Hintze

Kontakt:
PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
 
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