"Energy Harvesting" - wie man im Alltag Energie ernten kann

Energy Harvesting

07. August 2012 | Bianca Brieden

HEIDELBERG - Durch immer neue Technologien können ganz alltägliche Dinge zu kleinen Energiekraftwerken werden. Damit ersetzt man bisher zwar keine großen Kraftwerke, doch spannend ist diese Technologie zweifellos schon jetzt. Und besser als Energie ungenutzt verpuffen zu lassen ist es allemal.

 


Möglichkeiten des Energy Harvesting im kleinen und großen Stil

Viele alltägliche Dinge erzeugen Energie. Überall wo es vibriert, wo sich etwas bewegt oder wo Wärme sonst verloren geht kann man Energie ernten. Die Kunst ist es, diese sonst verloren gehende Energie richtig aufzufangen:

Hohes Potenzial wird in der Zustandsüberwachung großtechnischer Anlagen gesehen. Zum Beispiel indem die Temperatur einer Anlage mit Hilfe dieser Technologie gemessen und die Daten drahtlos übertragen werden. Auch in der Logistik, nämlich der Transportüberwachung von Lebensmitteln, wird in Richtung des Energy Harvesting geforscht. Ein weiteres Themenfeld ist die Gebäudeautomatisierung.

Auch in der Medizin hat man das Energy Harvesting bereits als Energielieferanten entdeckt. Von Forschern des Georgia Institute of Technology wurden Drähte entwickelt, die aus dem Blutfluss in einer Arterie Strom für Implantate erzeugen können. Damit werden zum Beispiel Herzschrittmacher mit Energie versorgt. Auch die im Blutzucker steckende Energie kann bereits nutzbar gemacht werden.

Der piezoelektrische Effekt – aus Druck Strom gewinnen

Auch mit Druck lässt sich Energie erzeugen. Dieser so genannte piezoelektrische Effekt zählt zu den meistgenutzten Formen des Energy Harvesting. Vielbefahrene Straßen können damit ganze Haushalte mit Strom versorgen. Das israelische Unternehmen Innowattech stattet dazu Asphalt mit piezoelektrischen Keramikfasern aus.

Eine ähnliche Technologie nutzt die Londoner Disko „Surya“. Dort wird die LED-Lichtanlage durch die tanzenden Besucher am Laufen gehalten. In Toulouse braucht die Bevölkerung sogar nur auf den Gehwegen laufen um dadurch die Straßenlaternen zum Leuchten zu bringen.

Musik in unseren Ohren

In vielen verschiedenen Bereichen des Energy Harvesting wurden bereits Antworten darauf gefunden, wie Handy und MP3 Akkus aufgeladen werden können.

Ein kleiner Generator von Fraunhofer-Forschern produziert Energie, wenn sich die Temperatur zwischen Körper und Umgebungsluft um nur zwei Grad Celsius unterscheidet. Der Generator ließe sich in einen Schal einweben und um den Nacken tragen. Im Zusammenspiel mit Solar- und Brennstoffzellen lässt sich damit ein MP3-Player betreiben.

Eine andere Option sind Bandagen um Arm und Knie, die durch jede Beugung und Streckung bewegt werden. Auch damit kann man Handy oder MP3-Player aufladen. Weiterhin hat der Hersteller Tremont Electric den "nPower PEG" entwickelt. Dieser 23 Zentimeter lange Stab soll auf Wandertouren am Rucksack befestigt werden und durch die Bewegung Energie erzeugen. Nach einer Minute Wandern soll laut Hersteller ein iPod Nano eine Minute laufen können.

Energy Harvesting für Entwicklungsländer

Auch vor Hilfsprojekten machen die Technologien des Energy Harvesting keinen Halt. Die Hilfsorganisation Uncharted Play wendet es beim Fußball an. Dank des Spezial-Fußballs Soccket, leuchtet in Ländern mit schlechter Stromversorgung abends eine LED-Lampe. Erzeugt wurde die Energie durch Spule und Magnet im Innern des Fußballs und das Spielen der Kinder mit diesem besonderen Fußball. Schon 15 Minuten Fußballspiel sollen für ganze drei Stunden Licht sorgen.

So können bereits jetzt die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen vom Energy Harvesting profitieren. Hoffentlich hält dieser Trend an, denn die Anwendungsgebiete und Möglichkeiten des Energy Harvesting scheinen nahezu unbegrenzt.

 

Autor: Bianca Brieden

Kontakt:
PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
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