EEG-Umlage: Industrie soll weiterhin geschont werden

EEG-Umlage: Industrie soll weiterhin geschont

26. März 2014 | Anja Hintze

HEIDELBERG - Bisher konnten sich energieintensive Unternehmen von der EEG-Umlage befreien lassen, damit diese keine Nachteile im internationalen Wettbewerb erleiden. Ärgerlich ist dies vor allem für die Verbraucher, die von Jahr zu Jahr höhere Stromkosten zahlen müssen. Ein neuer Versuch die Industrieunternehmen an der Energiewende zu beteiligen, scheint gescheitert.

Unternehmen sollen Mindestumlage für Eigenstrom zahlen

Unternehmen, die selbst Strom produzieren z.B. durch einen eigenen Windpark, sollen an den Kosten der Energiewende durch eine Mindestumlage für selbst produzierten Strom beteiligt werden – so der Plan. Der Plan sieht vor, dass Industrieunternehmen, die selbst Strom erzeugen, 70 bis 90 Prozent der EEG-Umlage zahlen. Doch mehrere SPD-regierte Länder haben sich dagegen ausgesprochen. Bisher mussten Unternehmen keine EEG-Umlage auf sogenannten Eigenstrom zahlen, der aus Anlagen für den Eigenverbrauch stammte.

Länder lehnen Mindestumlage für selbst produzierten Strom ab

Die Ministerpräsidentinnen Hannelore Kraft (NRW), Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und der baden-württembergische Ministerpräsident Nils Schmid sprechen sich klar gegen diese Regelung aus. Sie sehen Ihre Wirtschaft und Arbeitsplätze gefährdet. Im Gegenzug machten sie den Vorschlag, dass alte Anlagen weiterhin befreit bleiben. Neuanlagen müssen an besondere Kriterien gekoppelt werden, damit auch weiterhin der Anreiz für die Industrie besteht in neue Anlagen zu investieren. Wirtschaftsminister Gabriel versprach den Ministerpräsidenten den Vorschlag in die Beratungen zur EEG-Reform miteinzubringen. "Ich glaube, dass das, was die Länder vorschlagen, eine kluge Weiterentwicklung wäre", so Gabriel. Am 8. April soll über den endgültigen Gesetzesentwurf entschieden werden.

Ursprünglich wollte Gabriel Strom, der ans Netz gegangenen Stromproduktionsanlagen, aus 2013, mit einer knapp 1 Cent pro Kilowattstunde hohen Umlage versehen. Außerdem sollten neue Anlagen 90 Prozent der EEG-Umlage zahlen, also etwa 5,6 Cent pro Kilowattstunde. Für Solar- und Windparks sowie bestimmte Biogasanlagen sollten als Mindestumlage etwa 4,4 Cent pro Kilowattstunden gezahlt werden.

Was bedeutet das für Verbraucher?

Durch die Rücknahme der Umlagen für Eigenstrom könnte eine wichtige finanzielle Entlastung des Strompreises für Verbraucher wegfallen. Schätzungen zufolge belaufen sich die Kosten für diese neuen Privilegien der Industrie auf etwa 2,5 Milliarden Euro. Da sich immer mehr Industriebetriebe selbst mit Strom versorgen, verteilen sich zunehmend die Umlagebelastungen auf weniger Schultern, zu Lasten der Verbraucher.

 

Verlassen Sie sich nicht auf die Politik. Vergleichen Sie unabhängig alle Stromanbieter mit unserem Vergleichsrechner:

Zum kostenlosen Stromvergleich

 

Autor: Anja Hintze

Kontakt:

PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
 
> Zurück zu unseren Nachrichten
 

Jetzt sparen und Strom vergleichen!
Postleitzahl und Verbrauch eingeben, den besten Tarif auswählen und in 5 Minuten kinderleicht wechseln.
Postleitzahl:
       
Verbrauch:
       
Ergebnisse
 
 
PrizeWize erhält von allen Anbietern die gleiche Grundprovision. Unser Tarifvergleich ist immer transparent und unabhängig. PrizeWize garantiert allen Kunden vollständigen Datenschutz nach Vorgabe des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).
 
Die facebook Seite von PrizeWize
 
Die Twitter Seite von PrizeWize
 
Die Google+ Seite von PrizeWize