Deutschland: Dritthöchster Strompreis in Europa

21. Juni 2013 | Bianca Brieden

HEIDELBERG - In Europa steigen die Preise für Energie stetig. Der Strompreis ist in einem Jahr um fast 7 Prozent gestiegen, so die Europäische Statistikbehörde Eurostat. Der Gaspreis stieg im gleichen Zeitraum sogar um 10,3 Prozent. Doch die Preisentwicklung ist nicht einheitlich in der EU. Den drittteuersten Strom zahlt man demzufolge in Deutschland.

Strompreise in der EU

In Europa zahlt ein durchschnittlicher Haushalt 19,7 Cent für 100 Kilowattstunden Strom. In Deutschland hingegen müssen über 7 Cent mehr gezahlt werden: 26,8 Cent werden berechnet. Somit ist Deutschland auf Platz drei der EU-Länder mit dem teuersten Strom.

Noch teurer ist der Strom nur in Dänemark und Zypern. Dort zahlt man fast 30 Cent. Besonders für das wirtschaftlich geschwächte Zypern sind solche Zahlen erschreckend. Am günstigsten ist der Strom in Bosnien und Herzegowina. Mit 8 Cent zahlen die dortigen Bürger weniger als ein Drittel im Vergleich zu den Deutschen.

Hier der Europavergleich:

Stromreis in Europa

Unter Berücksichtigung der Kaufkraft der Länder teilt sich Deutschland mit Polen sogar den zweiten Platz. Auch hier müssen die Zyprer noch tiefer in die Tasche greifen. Berücksichtigt man die Kaufkraft der Bevölkerung, zahlen sie am meisten für ihren Strom.

Auf und Ab

Zwischen 2011 und 2012 ist der Strompreis in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern mit 5,7 Prozent nur wenig angestiegen (sehen Sie hierzu Tabelle oben). In Kroatien und Zypern ist der Preis um über 20 Prozent gestiegen. In Dänemark, Malta und Albanien ist der Strompreis unverändert geblieben. In vier Europäischen Ländern ist der Strompreis sogar gesunken, in Norwegen sogar um fast 10 Prozent.

Die Gründe für die Preisunterschiede zwischen den EU-Ländern sind vielschichtig und komplex. Zum einen spielt der lokale Strommarkt eine wichtige Rolle, zum anderen beeinflusst die Politik den Preis. Außerdem gibt es durch Import und Export Abhängigkeiten zwischen den Ländern.

In Deutschland setzt sich der Strompreis aus folgenden Posten zusammen:

  • Energiebeschaffung und Vertrieb
  • Netzentgelte
  • Konzessionsabgabe
  • Abrechnung, Messung, Messestellenbetrieb
  • KWK- & EEG-Umlage; Umlage nach §19 StromNEV
  • Die Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer und die Stromsteuer

All diese Teilposten sind pro Land unterschiedlich teuer. Auch unterscheiden sich die Teilposten je Land. Darüber hinaus sind diese Posten nicht statisch, das heißt, sie verändern sich ständig. Sich ändernde Strompreise und Unterschiede zwischen den Ländern sind somit nicht ungewöhnlich.

Schlechte Aussichten

Schon öfter konnte eine hohe Preissteigerung beobachtet werden. Von 2010 auf das Jahr 2011 gab es in Europa eine Preissteigerung von durchschnittlich 6,3 Prozent, also nur 0,3 Prozent weniger als der Wert zwischen 2011 und 2012.

Bereits beim EU-Gipfel debattierten die Teilnehmer über die steigenden Energiepreise. Die Staats- und Regierungschefs wollen die Preise senken, um Verbraucher und Unternehmer zu entlasten. Doch eine Lösung wurde noch nicht gefunden. In Deutschland sind schon jetzt weitere Preissteigerungen absehbar, denn die EEG-Umlage soll 2013 von 5,3 Cent auf 6 Cent steigen.

Gaspreise kaum besser

Der Gaspreis ist in der gleichen Zeit innerhalb der EU sogar um 10,3 Prozent gestiegen. Ein hoher Wert, doch besser als im Jahr zuvor. Denn zwischen 2010 und 2011 stieg der durchschnittliche Gaspreis in der EU um 12,6 Prozent.

In Deutschland war die Preissteigerung vergleichsweise klein. Lediglich 1,2 Prozent Steigerung konnte Eurostat vermelden. Somit zahlen die Deutschen durchschnittlich 6,5 Cent je Kilowattstunde.

In Lettland stieg der Preis für Gas um über 20 Prozent, der höchste Wert der EU. Stabil waren die Gaspreise in Dänemark, Belgien und der Slowakei. Gesunken ist der Gaspreis nur in Slowenien, dort allerdings um ganze acht Prozent.

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Autor: Bianca Brieden

Kontakt:
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