CCS-Technik zur Reduktion des CO2-Ausstoßes

26. April 2013 | Bianca Brieden

HEIDELBERG - Durch den schnellen Atomausstieg wird wieder vermehrt auf das Verbrennen von fossilen Rohstoffen wie Braunkohle, Steinkohle und Erdgas gesetzt. Das Problem: Es entsteht ein hoher CO2-Ausstoß. Auch bei anderen Produktionsprozessen in der Industrie entsteht viel Kohlendioxid.

CCS-Technik

Der weltweit hohe CO2-Ausstoß ist eines der größten Probleme für unsere Umwelt und das Klima. Darum muss dringend etwas getan werden, um den Ausstoß zu verringern. Eine neue Technologie, um dieses Ziel zu erreichen, ist die CCS-Technik. Dabei handelt es sich um eine unterirdische Speicherung von Kohlendioxid. Allerdings ist die CCS-Technik sehr umstritten. Rückenwind bekommt die neue Technologie aus der EU.

Eine gute Idee?

PrizeWize informiert Sie heute über die CCS- Technik, zeigt Vor- und Nachteile und den Stand der Diskussion in Deutschland.

Was genau ist die CCS-Technik?

Bei der CCS-Technik (Abkürzung für Carbon Dioxide Capture and Storage, was mit CO2-Abscheidung und –Speicherung übersetzt werden kann) wird das Kohlendioxid aus Abgasen von Industrieanlagen und Kraftwerken abgeschieden und unterirdisch gespeichert. Eine solche Einlagerung von CO2 in unterirdischen Lagerstätten wurde bisher lediglich in Pilotprojekten durchgeführt. Frühestens ab 2025 könnte die neue Technologie großtechnisch zum Einsatz kommen.

Die CCS-Technik verringert nicht die Produktion von CO2, sondern verhindert, dass das Treibhausgas in die Atmosphäre gelangt.

Vorteile und die Meinung der EU

Ein großer Vorteil der CCS Technik ist, dass weiterhin CO2 produziert werden kann, ohne die Umwelt und das Klima zu belasten. Die bestehenden Industrieanlagen und Kraftwerke können also weiterhin wie gewohnt produzieren.
Laut der EU-Kommission ist die Technologie sogar notwendig, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. Denn trotz des Ausbaus der erneuerbaren Energien können fossile Energien vorerst noch nicht komplett ersetzt werden.

Nachteile und Kritik

  • Kilometerlange Pipelines
    Natürlich ist nicht immer eine geeignete Lagerstätte direkt neben einem Kraftwerk. Das heißt, das aufwendig abgespaltene CO2 muss zunächst durch kilometerlange Pipelines befördert werden. Für die Umwelt und die einheimischen Pflanzen- und Tierarten kann dies zu einem großen Problem werden, denn die Pipelines müssen durch deren Lebensräume gelegt werden.

  • Die Unsicherheit über unterirdische CO2-Deponierung
    Bisher kann kaum abgeschätzt werden, wie riskant eine unterirdische CO2- Deponierung ist. Selbst die Energiekonzerne räumen ein, dass erst nach 100 bis 300 Jahren verlässliche Aussagen über das Verhalten des Klimagases im Untergrund gemacht werden können. Viele Kritiker halten die Risiken dieser neuen Technologie für nicht kalkulierbar.

  • Die immensen Kosten
    Die CCS-Technologie ist sehr teuer und aufwendig. Die EU-Kommission rechnet mit Kosten von 30 bis sogar 100 Euro, um eine Tonne CO2 einzulagern! Ein Kostenvergleich: Das Unternehmen atmosfair berechnet 23 Euro, um eine Tonne CO2 zu kompensieren. Dieses Geld wird in verschiedene Projekte investiert, die dafür sorgen, dass weniger CO2 ausgestoßen wird. Dank der Investition steigt der CO2 Ausstoß somit nicht.

Ein kontrovers diskutiertes Thema in Deutschland

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr ein Gesetz (Kohlendioxid-Speicherungsgesetz - KSpG) beschlossen, das die Anwendung der CCS-Technologie in Deutschland regeln soll. Es geht vor allem um die Erkundung, Genehmigung und Überwachung von möglichen unterirdischen Lagerstätten. Auch wird geregelt, wer für mögliche Schäden haftbar gemacht werden kann.

Laut des neuen Gesetzes sollen in Deutschland nicht mehr als 1,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr unter der Erde eingelagert werden. Die von der Politik festgelegte Höchstspeichermenge liegt in Deutschland bei vier Millionen Tonnen CO2. Über die Jahre könnten die Gesamtkosten somit bis zu 400 Millionen Euro betragen! Das Gesetz enthält zusätzlich noch eine Länderklausel, die einzelnen Bundesländern die Option zum generellen Verbot der CO2-Speicherung auf ihrem Territorium ermöglicht.

Die Suche nach einer besseren Lösung

Aufgrund des unüberschaubaren Risikos sollte die Vermeidung und Verminderung von Kohlendioxid gegenüber der Deponierung von bereits entstandenem Kohlendioxid bevorzugt werden.

Es gibt andere Möglichkeiten, um den CO2-Ausstoß zu verringern, beispielsweise der Ausbau erneuerbarer Energien, Strom sparen oder eine Kompensation des CO2 Ausstoßes. Diese Methoden sind oft günstiger und vor allem viel risikoärmer.

Auch Sie können einfach den CO2 Ausstoß verringern, indem Sie sich für einen Ökostromtarif entscheiden. Jetzt Ökostromvergleich starten:

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Autor: Bianca Brieden

Kontakt:
PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
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