Gasförderung – So wird Erdgas gewonnen in Deutschland

Erdgas wird meist zur Wärme- oder Stromerzeugung eingesetzt, aber auch als Treibstoffe für Kraftfahrzeuge verwendet. Deutschland importiert das meiste Erdgas aus dem Ausland. Aber auch in Deutschland wird Erdgas gefördert. Etwa 12 Prozent des heimischen Erdgasbedarfs wird in Deutschland gewonnen. Allerdings ist Erdölförderung in Deutschland auch schwierig, da hier in mehr als 3.000 Meter Tiefe bohrt werden muss. Meist kommt Erdgas als Nebenprodukt von Erdöl vor.

Gasförderung in Deutschland

Über 90 Prozent des aus Deutschland stammenden Erdgases wird in Niedersachsen gefördert. Hier gibt es die meisten Erdgas- und Erdölvorkommen. In 2012 wurden 10,8 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Es wurden aber etwa 92 Milliarden Kubikmeter Erdgas benötigt. Rund 9.800 Mitarbeiter sind direkt in der Erdöl- und Erdgasgewinnung tätig.

Woher stammt Erdgas?*

Land Anteil in Prozent
Russland 34 %
Norwegen 31 %
Niederlande 19 %
Deutschland 12 %
Sonstige 4 %
Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, WEG; *vorläufig

Traditionelle Gasförderungen werden auch als konventionelle Gasförderungen bezeichnet. Hierbei werden zuerst Erkundungsbohrungen durchgeführt. Durch Förderrohre strömt dann das Gas nach oben.

Erdgas ist nicht gleich Erdgas. Bevor das Erdgas in das Transportnetz eingespeist werden kann, muss es aufbereitet werden. Je nach Art und Tiefe der Lagerstätte kann die Zusammensetzung unterschiedlich sein. Unter anderem werden Wasser, Kohlenwasserstoffe und Quecksilber aus dem gewonnenen Erdgas gefiltert. Erst dann kann das Erdgas ins Netz eingespeist werden.

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RWE Dea

Die RWE Dea ist eines der größten Unternehmen der Erdgasförderung in Deutschland mit Hauptsitz in Hamburg. Die Erdgasfelder befinden sich vor allem in Niedersachsen. In den Landkreisen Verden und Rotenburg (Wümme) betriebt RWE Dea in Völkersen, Bötersen und Hemsbünde 10 der produktionsstärksten Erdgasfelder in Deutschland. Über 2 Milliarden Kubikmeter Erdgas förderte RWE Dea in 2012.

ExxonMobil

Auch ExxonMobil fördert Erdgas in Deutschland. Das US-amerikanische Unternehmen führt Erdgasbohrungen vorwiegend in Niedersachsen durch. Die Fördergebiete befinden sich in Söhlingen (Rotenburg/Wümme), Flecken Steyerberg (Nienburg/Weser) und Hengstlage (Oldenburg). ExxonMobil förderte über 5 Milliarden Kubikmeter Erdgas.

Fracking

Fracking – die umstrittene Gasförderung

Hydraulic Fracturing – auch Fracking genannt – ist eine unkonventionelle Methode, um Erdgas, dass in Schiefergestein gespeichert ist, zu gewinnen. Die Flüssigkeit „Fracfluid“, die aus einem Gemisch aus Wasser, Sand und verschiedenen Chemikalien besteht, wird in die Gesteinsschichten nach der Tiefbohrung gepresst. So wird es möglich Gas auch aus schwer erreichbaren Stellen zu fördern. Fracking gilt als sehr umstritten. Vor allem Umweltschützer und Bürger befürchten eine Beeinträchtigung des Grundwassers.

Offshore-Gasförderung in der Nordsee

In Deutschland ist die Wintershall Holding AG das einzige Unternehmen, das Erdgas in der Nordsee fördert. Seit 25 Jahren wird auf der Bohr- und Förderinsel Mittelplatte Erdöl und Erdgas gefördert. Die Offshore-Plattform befindet sich am südlichen Rand des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Die Wintershall förderte 2012 rund 400 Millionen Kubikmeter Erdgas.

 

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