Bau der South-Stream-Pipeline – Österreich schließt sich auch an

Bau der South-Stream-Pipeline
05. Mai 2014 | Anja Hintze

HEIDELBERG - Obwohl das Europäische Parlament den Bau der russischen South-Stream-Pipeline nach Bulgarien nicht gut heißt, hat sich Österreich nun auch dem Bau angeschlossen. Die Pipeline soll durch das Schwarze Meer nach Österreich führen und so die Weiterführung des wichtigen Gasknotenpunkts in Europa sicherstellen.

 

Bau der Pipeline durch das Schwarze Meer

Der österreichische Energiekonzern OMV und das russische Erdgasförderungsunternehmen Gazprom unterzeichneten letzte Woche eine Absichtserklärung für den Bau des österreichischen Abschnitts der South-Stream-Pipeline. Mit den ersten Lieferungen rechnet Österreich im Jahr 2017. Die Kapazität soll jährlich 32 Milliarden Kubikmeter betragen. Die Hauptleitung verläuft durch das Schwarze Meer über Bulgarien, Serbien und Ungarn nach Österreich zum Gasknotenpunkt Baumgarten an der March (größte Abnahme- und Übernahmestelle für Erdgas nach Westeuropa). Durch die South-Stream-Pipeline soll es möglich werden russisches Gas nach Europa zu bringen ohne dabei die Ukraine als Transitland zu brauchen Es trägt jedoch nicht zu einer Energieunabhängigkeit von Russland bei.

Monopol verhindern – Konkurrenz fördern

Seit 2009 wird in Brüssel versucht den Einfluss von Gazprom zu begrenzen und die Konkurrenz auf dem Gasförderungsmarkt zu fördern. Laut dem sogenannten dritten Energiepaket sollen Verbraucherrechte gestärkt sowie die Versorgung und Erzeugung von Energie getrennt werden. Dies bedeutet, dass die Pipeline auch für Mitbewerber offen sein muss, welches Gazprom missfällt.

Das Europäische Parlament hatte mit Resolution versucht den Bau der Pipeline vorläufig zu stoppen, ist aber auf Widerstand der EU-Kommission gestoßen.

Wichtige Entscheidung

Österreich traf mit der Unterzeichnung eine wichtige Entscheidung. „Für Österreich hat diese Vereinbarung eine enorm große strategische Bedeutung", sagt Gerhard Roiss, OMN-Chef, "diePresse" . So kann auch in Zukunft sichergestellt werden, dass Baumgarten der wichtigste Gasknotenpunkt in Europa bleibt, auch wenn kein Gas mehr über die Ukraine nach Europa kommt. Die Bemühungen der EU von russischem Gas unabhängiger zu werden, waren leider erfolglos. "Europa hat aber bei Nabucco versagt, und daher müssen wir hier reagieren", so Roiss. Das Projekt der Nabucco-Pipeline sollte Gas von Aserbaidschan nach Mitteleuropa bringen. Jedoch scheiterte das Projekt 2013, weil das Konkurrenz-Projekt TAP (Trans Adriatic Pipeline) den Zuschlag aufgrund günstigerer Konditionen erhielt.

Abhängigkeit anderer Länder

Deutschland ist nicht zu 100 Prozent abhängig von russischem Gas. Es gibt aber Länder wie Bulgarien, die besonders abhängig von russischem Gas sind. Zuletzt fürchtete Bulgarien, dass die EU das Vorhaben des Baus der South-Stream-Pipeline wegen der Unruhen in der Ukraine stoppen würden. Bulgarien hatte gewarnt, dass damit die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gefährdet werden könnte.

 

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Autor: Anja Hintze

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