Jetzt auch FlexGas insolvent – Was Kunden wissen müssen

30. April 2013 | Samantha Rippinger Billiganbieter FlexGas stellt die Lieferung ein

HEIDELBERG - Nach der Pleite des Mutterkonzerns FlexStrom hat es nun auch die Tochter FlexGas erwischt. Nachdem ein möglicher Investor, der sich zuvor an einer Übernahme interessiert gezeigt hatte, doch noch abgesprungen war, musste sich am vergangenen Donnerstag, den 25. April, auch FlexGas für zahlungsunfähig erklären.

Gleichzeitig wurde das Ende der Belieferung durch FlexGas angekündigt. Die Verbraucher-schutzzentrale empfiehlt den rund 50.000 betroffenen Kunden folgendes zu tun:

  • Ruhe bewahren: Kunden müssen nicht befürchten ohne Gas dazustehen. Im Falle einer Insolvenz eines Energieanbieters wie FlexGas tritt die sogenannte „Ersatzversorgung“ durch den Grundversorger ein.
  • Bestehenden Vertrag kündigen: Nach § 314 des Bürgerlichen Gesetzbuches besteht ein Sonderkündigungsrecht aus wichtigem Grund. Dieses Sonderkündigungsrecht gilt auch für Kunden, die erst kürzlich den Vertrag abgeschlossen, aber noch nicht bezahlt haben.
  • Zählerstand ablesen: Betroffene Kunden sollten aktuelle Angaben zum Zählerstand im Kündigungsschreiben an den Insolvenzverwalter vermerken. Somit ist garantiert, dass nur die tatsächlich verbrauchte Energie zu zahlen ist.
  • Zahlungen einstellen: Da der Versorger keine Leistungen mehr erbringt, hat er auch keinen Anspruch auf weitere Zahlungen. Einzugsermächtigungen und Daueraufträge sollten unverzüglich widerrufen werden. Schlussrechnungen für bereits erhaltene Energie müssen jedoch bezahlt werden.
  • Gut abwägen: Die Erfolgschancen eines gerichtlichen Vorgehens gegen den Versorger werden als gering eingeschätzt und Prozesskosten werden riskiert.

Ersatzversorgung sichert Gaszufuhr

Nach dem Ende der Belieferung durch FlexGas befinden sich die betroffenen Kunden nunmehr in der Ersatzversorgung durch ihren Grundversorger, oft sind das die Stadtwerke. Diese sind gesetzlich verpflichtet, in einem solchen Fall die Gasversorgung zu sichern.

Trotz Ersatzversorgung wird Handeln empfohlen

Jetzt sollten sich die Kunden einen neuen Anbieter suchen! Denn die Ersatzversorgung erfolgt zu vergleichsweise teuren Gastarifen. Dieses Versorgungsverhältnis kann aber jederzeit mit einer kurzen Frist von nur zwei Wochen gekündigt werden. Bei dem Gaspreisvergleich sollten Verbraucher auf folgendes achten:

  • Vorauskasse-Zahlungen: Der Verbraucherschutz rät, jährliche oder vierteljährliche Vorauszahlungen zu vermeiden. Tarife mit Vorauskasse sind zwar einerseits meist deutlich günstiger, dafür besteht aber andererseits das Risiko des Verlustes der Vorauszahlung bei Insolvenz des Anbieters. In unserem PrizeWize Vergleichsrechner können alle Tarife mit Vorauskasse-Zahlungen ausgeblendet werden.
  • Hohe Bonusversprechen: Boni gelten meist nur für das erste Vertragsjahr. Unter Umständen lohnt sich danach ein erneuter Wechsel. In unserem PrizeWize-Vergleichsrechner haben Sie die Wahl den Bonus in die Preisdarstellung einzuberechnen oder nicht.
  • Pakettarife: Pakettarife sollten nur gewählt werden, wenn man seinen Verbrauch gut kennt. Ansonsten kann es zu erhöhten Mehrverbrauchskosten kommen. Auch diese Tarife können im Vergleichsrechner mit der Filteroption „kWh-Paket“ ausgeblendet werden.
  • Dauer der Preisgarantie: Tarife mit Preisgarantie sichern zumindest teilweise einen stabilen Verbrauchspreis (meist keine Preisgarantie auf Abgaben wie Steuern etc.). Auf der Ergebnisliste findet man bei jedem Tarif unter „Mehr Details“ die Dauer der Preisgarantie. Diese sollte die gesamte Vertragslaufzeit abdecken.

Für dem Wechsel zu einem neuen Gasanbieter wird die vom aktuellen Grundversorger automatisch angelegte Kundennummer benötigt. Deshalb sollten betroffene Kunden diese vorher telefonisch dort erfragen.

Bei der Suche nach einem neuen Versorger hilft Pricewise gerne weiter.

Unsere Experten beraten kostenlos unter 0800 66 99 088. Alternativ sind wir per Mail unter kontakt@prizewize.de erreichbar.

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Autor: Samantha Rippinger

Kontakt:
PrizeWize Deutschland GmbH
Telefon: 0800 66 99 088
E-Mail: presse@prizewize.de
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