Ärger um hohe Gaspreise – E.on führt Gaskunden in die Irre

11. Dezember 2013 | Anja Hintze

hohe Gaspreise

HEIDELBERG - Nach zwei Sammelklagen wurde von den Hamburger Gerichten entschieden, dass Gaspreiserhöhungen ohne stichhaltige Begründung ungültig sind. Jetzt versucht E.on, Gaskunden von der Geltendmachung der Erstattungsforderungen abzuhalten.

 

Unzulässige Preisanpassungsklauseln im Gasvertrag

2004 appellierte die Verbraucherzentrale Hamburg erstmals an Verbraucher sich gegen überhöhte Gaspreise zu wehren. So folgten im Jahre 2005 und 2009 zwei Sammelklagen von Gaskunden mit Hilfe der Verbraucherzentrale Hamburg gegen die E.on Hanse. Im Januar 2013 fiel dann endlich das Urteil zugunsten der Gaskunden. Somit ist die Wärmemarktklausel „E.ON Hanse ist berechtigt, die Preise der Preisentwicklung auf dem Wärmemarkt anzupassen“ unzulässig.

Erst hatte E.on Revision gegen die Gaspreisurteile eingelegt, zog sich dann aber aus dem Gaspreisstreit zurück. Somit wurden die Gerichtsurteile rechtskräftig und E.on musste zahlen. Aufgrund des gewonnenen Prozesses wurde E.on zu einer Zahlung von rund 75.000 Euro verurteilt. Mit Zinsen zahlte der Konzern 88.000 Euro an die Verbraucherzentrale, welche das Geld an die 54 Gaskunden weiterleitete.

Urteil gilt auch für andere Gaskunden

„Das ist ein Sieg für alle Gaskunden in Deutschland“, sagte Günter Hörmann von der Verbraucherzentrale Hamburg. So profitieren nicht nur die 54 Gaskunden, sondern auch andere Gaskunden, die noch Altverträge mit der E.on Hanse haben. Der Aufforderung der Verbraucherzentrale, alle betroffenen Kunden von sich aus zu entschädigen, ist die E.on bisher noch nicht nachgekommen. Im Gegenteil E.on versucht sich nun vor den Zahlungen zu drücken.

So bekamen Kunden, die von ihrem Recht Gebrauch machten und die zu viel gezahlten Tarifanteile zurückforderten, ein Schreiben von E.on mit einer eigenen Interpretation der Urteile. „Völlig unabhängig von der Wirksamkeit der Preisanpassungsregelung waren die von uns in den vergangenen Jahren vorgenommenen Preisanpassungen stets angemessen und begründet“, heißt es in dem Schreiben der E.on Hanse.

Ansprüche geltend machen

Sind Sie E.on Kunde? Dann prüfen Sie Ihren Vertrag, denn nach 3 Jahren verjähren Erstattungsansprüche! Wer also Ansprüche geltend machen will, die sich auf Jahresabrechnungen beziehen, die im Jahr 2010 erstellt wurden, sollte vor dem 31. Dezember eine Klage oder einen Mahnbeschied gegen E.on einreichen. Nur wer die Wärmemarktklausel in seinem Vertrag hat, kann sich auf die Gerichtsurteile berufen.

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