Biogas

Biogas – Erfahren Sie mehr über diese umweltfreundliche Energiequelle

Biogas ist eine sich nicht erschöpfende Energiequelle und entsteht aus Bioabfällen aller Art. Was die Vor- und Nachteile von Biogas sind, wie Sie Biogas erkennen können und wie es hergestellt wird, erläutern wir hier.

Vorteile des Biogases

Hier ein paar Vorteile des Biogases:

  • Biogas ist eine erneuerbare Energiequelle, die im Zusammenhang mit Kraft-Wärme-Kopplungen für die Nutzung von elektrischen Strom und Gas zur Wärmegewinnung genutzt werden kann.

  • Biogas ist wetterunabhängig. Es ist weder direkt auf Sonne noch auf Wind angewiesen.

  • Biogas ist speicherbar.

  • Gärrückstände können als Dünger wieder auf die Felder gebracht werden, da sie noch alle Nährstoffe enthalten, die für Pflanzenwachstum wichtig sind. Außerdem ist dieser Dünger weniger geruchsintensiv als beispielsweise Gülle.

  • Für Bioenergie können Bioabfälle, Rasen- und Grasschnitt aus öffentlichen Anlagen effektiv zur Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme genutzt werden. Zusätzlich können bisher ungenutzte Pflanzen und Pflanzenteile verwendet werden.

Biogas Gütesiegel - Wie Sie Biogas erkennen

Seit dem ersten Juni 2013 wird das Biogas Gütesiegel Grünes Gas Label vergeben. Es soll für mehr Transparenz auf dem Biogas-Markt sorgen und die Glaubwürdigkeit für den Verbraucher sicherstellen.

Nachteile des Biogases

Was es bei Biogas zu beachten gilt:

Die Entstehung von sogenannten Monokulturen wird begünstigt, wie beispielsweise durch den gezielten Anbau von Maispflanzen. Daraus können sich mögliche Risiken für die Natur ergeben wie Boden- und Grundwasserbelastung, zunehmende Schädlinge oder Humusabnahme.

Durch Biogasanlagen können Geräuschbelastungen durch Motoren für die Anwohner entstehen. Dies kann kritisch sein, da die Anlage 24 Stunden und 7 Tage die Woche läuft. Nicht zu vergessen ist der hinzu kommende Geräuschpegel bei Be- und Entladung der Biogasanlage.

Biogasanlagen bergen eine gewisse Gefahr in Bezug auf die entstehenden Gase, welche zu Explosion, Erstickung oder Vergiftung führen können. Sicherheitsvorschriften müssen unbedingt eingehalten werden.

Strenge Richtlinien müssen eingehalten werden sowie der Nachweis von Lagerkapazitäten für Gärreste, da diese in den Wintermonaten nicht ausgebracht werden dürfen. Außerdem darf keine Gülle von Tieren verwendet werden, die mit Antibiotika behandelt wurden. Hier besteht sonst die Gefahr, dass der natürliche Ablauf der mikrobiellen Prozesse gestört wird.

Die Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen ist fraglich, da mehr in den Anbau von Energiepflanzen investiert werden muss als der Ertrag von der Einspeisung in das Gasnetz bzw. der Ertrag der Stromerzeugung gewährleistet. Biogasanlagenbetreiber erhalten daher finanzielle Unterstützung vom Staat.

Seit der EHEC Epidemie standen auch Biogasanlagen unter Verdacht, der Auslöser zu sein. Diese Theorien sind jedoch nicht erwiesen. Biogasanlagen müssen strenge EU-Richtlinien erfüllen.

Welche Rohstoffe werden für eine Biogasanlage verwendet?

Rohstoffe für BiogasanlageDie Rohstoffe, die für die Produktion von Biogas verwendet werden, bezeichnet man als Substrate. Es können verschiedene Substrate, je nach Biogasanlage, verwendet werden. Als häufig eingesetztes Substrat wird sogenannte Maissilage verwendet, zum einem wegen seines hohen Gasertrages, zum anderen wegen des einfachen Anbaus und der einfachen Ernte. Auch andere Substrate finden Verwendung bei der Biogasproduktion, wie Zuckerrüben, Bioabfälle, Mist und Gülle. Gülle und Mist haben jedoch einen verhältnismäßig geringeren Gasertrag als Mais oder Bioabfall. Auch Sonnenblumen werden verwendet. Außerdem wird bei Erzeugung von Biogas zwischen Trocken- und Nassfermentation unterschieden, welche mit unterschiedlichen Substraten befüllt werden. Fermentation bezeichnet dabei den Prozess der Gärung mit Hilfe von Bakterien.

Biogasanlagen in Deutschland

In Deutschland entsteht Biogas in sogenannten Biogasanlagen, die entweder Trocken- oder Nassfermentation betreiben. Dort wandeln Mikroorganismen Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette in die beiden Hauptbestandteile von Biogas um: Methan und Kohlenstoffdioxid. Dieser mehrstufige Prozess findet unter anaeroben Umständen, also unter Abwesenheit von Sauerstoff, statt. Am Ende erhält man das Roh-Biogas aus verschiedenen Stoffen, die stark nach der Substratzusammensetzung variieren. Im nächsten Schritt müssen Schwefelwasserstoff und Ammoniak im Zuge der Biogasaufbereitung entfernt werden, um später Korrosion in Turbinen, Wärmeaustauschern und ähnlichem zu vermeiden.

Im Jahr 2011 gab es in Deutschland etwa 7.100 Biogasanlagen mit ca. 2.780 Megawatt installierter Leistung. Diese Biogasanlagen erzeugten im Jahr 2011 rund 17,5 Milliarden Kilowattstunden Strom, 16,5 Mrd. kWh Wärme sowie Kraftstoff. Durch die Biogasanlagen wurden somit in einem Jahr 12,5 Mio. Tonnen Treibhausgase vermieden. Mittlerweile gibt es geschätzt etwa 7.500 Biogasanlagen in Deutschland.

Gütesiegel für Biogas

Die Begriffe Biogas oder Ökogas sind gesetzlich nicht geschützt. Für zusätzliche Vertrauenswürdigkeit und Transparenz sorgen darum Gütesiegel für Biogas. Hier zeigen wir Ihnen die wichtigsten Biogas-Gütesiegel und erklären, wofür Sie stehen.

Folgende Gütesiegel für Biogas gibt es:

> TÜV

> Grünes Gas Label

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